Immerhin das muss man den Löwen und dem Scheichi lassen: Man ahnt jetzt, warum sich der deutsche Fußball gegen Investorenmodelle wie in anderen Ländern sperrt. Warum man den Einfluss von Geldgebern zu beschränken versucht. Warum Fußball immer noch mehr sein soll als ein Invest. Was jedenfalls Ismaik und seine Statthalter in München abliefern, ist mit viel gutem Willen bestenfalls als der Versuch zu werten, sich nicht übermäßig beliebt zu machen.
Der Karren bei TSV ist ziemlich verfahren, mal wieder. Zu deutlich ist die Absicht von Ismaik und Freunden zu beobachten, 1860 zu kapern, zu einem Investitionsobjekt zu machen. Vor allem die aktuelle Transferposse, in deren Zuge mal eben die aktuellen Verhandlungen eingestellt wurden, zeigen, dass sich Ismaik als Geldgeber nicht zu schade ist, auf eine sehr deutliche Weise Einfluss auf den Verein nehmen zu wollen. Nicht als netter Ratgeber, sondern als jemand, der als de-facto-Eigentümer quasi alleinentscheidend agiert, getreu dem Motto: Wer zahlt, schafft an.
Die DFL und die anderen Profivereine in Deutschland werden sich die Vorgänge beim TSV sehr genau anschauen. Die einen werden sich vielleicht bei etwaigen Planspielen abschrecken lassen, wenn sie Münchner Verhältnisse sehen. Andere werden mit Argwohn betrachten, ob beim TSV nicht schon lange Verhältnisse eingekehrt sind, die die DFL verhindern wollte. Spätestens dann, wenn Präsident Schneider ginge, wäre der Punkt erreicht, wo man über die Einflussnahme des Investors genau debattieren müsste.
Zwischendrin ruiniert Ismaik mit seinen Vasallen fröhlich den Ruf des Vereins, falls es da noch was zu ruinieren gibt. Spieler und andere Vereine werden sich vermutlich sehr genau überlegen, ob und wie sie mit einem Verein verhandeln wollen, bei dem die Ernsthaftigkeit der Gespräche davon abhängt, wie der Investor gerade gelaunt. Und ob die Löwen-Krise aus dem letzten Jahr mit dem Einstieg Ismaiks endgültig gelöst ist, bleibt abzuwarten. Momentan spricht eher einiges dafür, dass die Löwen vom Regen in die Traufe geraten sind. Mal wieder.

Hi Mr. Jakubetz,
die einzige Chance bleibt über die Medien weiterhin Druck auszuüben, so daß Iraki und Co Ihr Possenspiel nicht weiter ungeniert aufführen können.
Das ganze ist doch von langer Hand geplant. Ein verrechnetes Finanzloch von Schäfer? Das ich nicht lache. Dieser rückgratlose Geselle hat sehr früh gemerkt woher der Wind weht . Wenn Schneider geht, sehe ich schwarz!
Besten Gruß
Piratenwichtl
PS. Koan Schäfer!